Dr. Patrick Voßkamp zu seiner Kandidatur

„Bürgermeister zu sein, traue ich mir zu“

„Mit Kopf, Bauch – und Herz“ titelte Dr. Patrick Voßkamp am Montagabend seine Rede, in der er Vorstand und Fraktion der CDU bat, ihn als Bürgermeister-Kandidat in Heiden zu unterstützen. In dieser wie im BZGespräch machte der 42-Jährige keinen Hehl daraus, dass sein Herz für die Kommunalpolitik und vor allem für seinen Heimatort Heiden schlägt. „Nun möchte ich hauptberuflich mitarbeiten und mitgestalten, damit unser Ort liebens- und lebenswert bleibt“, unterstrich er, nachdem er seine Motivation und seine Fähigkeiten an Beispielen verdeutlicht hatte.

Im Jahr 2000 habe er während eines zweimonatigen Praktikums bei der damaligen CDU-Abgeordneten Renate Diemers im Deutschen Bundestag in Berlin „Blut geleckt“, berichtete er. Bei der Kommunalwahl 2004 zog er für die CDU Heiden in den Gemeinderat ein. Fast ein Jahrzehnt war er Heidens jüngstes Ratsmitglied. Dreimal gewann Voßkamp, der aus einer kommunalpolitisch aktiven Familie stammt, in den Folgejahren seinen Wahlkreis direkt. Seit 2014 ist er unter anderem Mitglied im Haupt- und Finanz-, im Jugend- und Sport- sowie Schul- und Kulturausschuss, dessen Vorsitzender er ist.

 

 

Erfahrungen gesammelt

 

Und nicht nur in der Kommunalpolitik engagiert sich der 42-Jährige. In der Musikkapelle Heiden übernahm er bereits das Amt des Vorsitzenden. Den Partnerschaftsverein gründete er mit. Und seit 2013 gehört er auch dem Aufsichtsrat der Volksbank Heiden an.

Daneben nimmt der Heidener, der 2009 zum Doktor der Philosophie promovierte, im Hochschulbereich politische Verantwortung wahr. So verwies er in seiner Bewerbungsrede unter anderem auf Erfahrungen, die er als stellvertretender Vorsitzender des Senats der Uni Duisburg-Essen gesammelt habe: „Dort wird die Politik für rund 4000 Mitarbeiter/innen und 42.000 Studierende gemacht.“ Daneben sei er seit 2016 Mitglied des Personalrats.

 

 

„Kandidatur nur in Heiden“

 

„Chef der Verwaltung. Das traue ich mir zu“, schlussfolgerte Voßkamp am Montag. Gleiches gelte für die „unparteiische Leitung von Ratssitzungen“. Vor allem jedoch stellte er klar: „Kommunalpolitik ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich arbeite wahnsinnig gerne mit Menschen zusammen. Und ich möchte gestalten.“

Eine Bürgermeister-Kandidatur in einem anderen Ort als Heiden allerdings sei „nie ein Thema“ gewesen, erklärte er auf Nachfrage. Sein Herz schlage für Heiden. „Hier bin ich aufgewachsen, hier bin ich verwurzelt.“

 

 

Wahlprogramm

 

Das spiegelt sich auch im Wahlprogramm wider, das die CDU derzeit noch ausarbeitet und am 26. März beim Gemeindeparteitag vorstellen will. Der Titel: „Heiden 2030 – Unserem Dorf gehört die Zukunft.“ Die darin vorgesehenen Oberbegriffe seien auch Schlagworte für seine Bürgermeister-Kandidatur. Sie lauten: „Den Ortskern stärken, Familien wertschätzen, Bildung ermöglichen, Ehrenamt fördern, Mobilität entwickeln und den demografischen Wandel leben.“

Inhaltsverzeichnis
Nach oben